Kapitel 7: Die Königin der Nashörner von Sumatra
"Boah, Eva, ich vermisse Maria jetzt einfach zu doll. Sie muss einfach aus dem Gefängnis freikommen, sonst sterbe ich oder kriege riesige Depressionen." Eva setzte sich auf das Sofa und legte ihre Krücken beiseite. Paula blickte zur Decke hinauf. "Möge Gott Maria aus dem Gefängnis befreien und ihr ihre Sünden vergeben", betete sie, ohne dabei richtig an Gott zu glauben. Sie war zwar nicht gläubig, aber ein kleines Gebet konnte bestimmt nicht schaden. "Paula", warnte Eva, "du wirst peinlich." Paula erhob sich schwerfällig von ihrem Stuhl, auf dem sie gekniet hatte. "Ich schreibe ihr jetzt einen Brief." "Noch einen?", fragte Eva. "Wie altmodisch! Kannst du ihr nicht einfach eine SMS schicken?" "Nein, die SMS würde, glaube ich, nicht bei ihr ankommen. Deswegen schreibe ich ihr Briefe. Keine Sorge, ich find’s auch altmodisch." Eva stand ebenfalls auf und griff nach ihren Krücken. "Peinlich, peinlic...